{"id":574,"date":"2017-09-18T16:50:24","date_gmt":"2017-09-18T14:50:24","guid":{"rendered":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/?p=574"},"modified":"2017-12-30T17:09:23","modified_gmt":"2017-12-30T16:09:23","slug":"vorbereitungen-in-vorfreude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/vorbereitungen-in-vorfreude\/","title":{"rendered":"Vorbereitungen in Vorfreude"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber die letzten Tage und Wochen habe ich mich nach und nach auf meinen Auslandsaufenthalt vorbereitet. Angefangen\u00a0bei dem Vorbereitungsseminar in Berlin bei einer der Organisatorinnen des Projekts, die selbst schon in Ghana war, bis hin zu dem Schlie\u00dfen der Koffer vor einigen Stunden. Zwar ist mir bewusst gewesen, dass es jetzt langsam \u201eernst\u201c wird, aber die Erkenntnis was genau es bedeutet zu gehen, kommt erst nach und nach. So ganz ist es immer noch nicht angekommen ? aber aus der Erfahrung mit Indien kann ich sagen, dass es bei mir vermutlich nochmal mindestens eine Woche vor Ort in Ghana dauern wird, bis ich mir der Ver\u00e4nderung richtig bewusst bin. Und das hei\u00dft noch lange nicht, dass ich mich dann schon daran gew\u00f6hnt habe ?<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise konnte ich mich deshalb mental nicht wirklich auf Ghana vorbereiten, da ich bis einschlie\u00dflich gestern noch komplett in meinem Alltag gesteckt habe. Dementsprechend liefen Proben und Konzerte parallel mit dem Einkauf von Gastgeschenken, Kleidung, Anti-M\u00fccken Sprays, S\u00fc\u00dfigkeiten und Schwarzbrot, also all den Dingen, die mit nach Ghana m\u00fcssen. Nat\u00fcrlich habe ich mir vorgenommen die letzten Wochen zuhause nochmal richtig auszukosten, da meine Familie und Freunde mir in den n\u00e4chsten drei Monaten nur via Skype und Whatsapp zur Seite stehen k\u00f6nnen. Also habe ich mich mit nochmal mit all meinen Freunden getroffen, war mit ihnen Essen oder abends noch mal aus, habe ein Abschiedsfr\u00fchst\u00fcck ausgerichtet und bin auch mit meinen kleinen Schwestern und meinem Bruder einen Kaffee trinken oder etwas Essen gegangen. Aber egal wie viel ich gemacht habe, ich hatte und habe immer noch das Gef\u00fchl, dass es meiner langen Abwesenheit nicht gerecht wird. Trotz eines geb\u00fchrenden Abschieds wei\u00df ich, dass mir meine Eltern, Stiefeltern, Geschwister und Freunde unglaublich fehlen werden. Zwar sind es nur drei Monate und ich werde keine Sekunde davon bereuen, soviel wei\u00df ich jetzt schon, aber so ein Abschied f\u00e4llt nie leicht.<\/p>\n<p>Der gestrige Tag war schon merklich angespannter als meine Tage normalerweise sind. Ich habe aufger\u00e4umt, meine Koffer fertig gepackt und 10 Mal \u00fcberpr\u00fcft ob auch alles dabei ist und ob die Koffer auch nicht zu schwer sind. Wie zu erwarten habe ich die letzte Nacht zuhause nicht 8 Stunden in seligem Tiefschlaf verbracht, sondern konnte lange nicht einschlafen und bin immer wieder aufgewacht. Als dann um 6:30 mein Wecker geklingelt hat, war ich entsprechend unausgeschlafen. Jeder, der schon eine l\u00e4ngere Reise vorgenommen hat wei\u00df, dass am Morgen der Abfahrt meistens die Zeit \u2013 und da ist es egal wie viel man davon eingeplant hat \u2013 nicht reicht und es grunds\u00e4tzlich sp\u00e4ter wird als geplant. So war es auch bei mir heute Morgen. Trotz dessen, dass alles schon gepackt und ich mich z\u00fcgig fertiggemacht habe, musste ich nach einem schweren Abschied von meiner Familie mit meinem Stiefvater auf das Gleis rennen, um meinen ersten Zug nicht zu verpassen. Den Zug habe ich dann auch noch bekommen und konnte mich zun\u00e4chst mit etwas Musik in den Ohren entspannen. Eine weitere H\u00fcrde, die ich untersch\u00e4tzt hatte, sind meine Koffer. Aus irgendwelchen Gr\u00fcnden waren bei meiner Flugbuchung automatisch zwei Koffer a 23 kg inbegriffen. \u201eSuper\u201c, dachte ich und hab gro\u00dfz\u00fcgig Gastgeschenke, B\u00fccher, Haribo und eine kleine Geige mitsamt meiner Kleidung, Bettw\u00e4sche, Handt\u00fcchern und allerlei praktischem Kleinkram darin verstaut. Das Maximalgewicht habe ich auch nicht \u00fcberschritten (zumindest nicht, wenn man unserer Waage zuhause Glauben schenken kann), aber dass es ziemlich anstrengend und nahezu unm\u00f6glich ist mit zwei Koffern dieser Gr\u00f6\u00dfe und dieses Gewichts, inklusive einer vollen Handtasche und meiner Geige reibungslos und angenehm von Hildesheim zum Flughafen in Hamburg zu reisen, hatte ich schlicht nicht bedacht.<\/p>\n<p>Der Umstieg allein von Gleis 9 in Hannover zu Gleis 8 stellte eine mir bisher unbekannte Herausforderung dar. Es ist ja nicht nur das Gewicht, das hinderlich ist, sondern auch der Platz, den man als einzelne Person auf dem Bahnsteig, im Aufzug und in der jeweiligen Bahn beansprucht. Ich bin mitsamt meinem Gep\u00e4ck gut drei Mal so breit wie sonst ? dadurch steht man dauernd im Weg rum und wird auch gerne mal schief angesehen, da es aussieht als w\u00fcrde man das primitivste aller Klischees, was Frauen auf reisen betrifft, sinnbildlich darstellen. \u201eNein, ich habe da nicht nur Schminke und Kleidung drin, sondern Notwendigkeiten wie beispielsweise Unterrichtsmaterial, Bettw\u00e4sche, Gastgeschenke, Hygieneartikel, ohne die ich in Ghana nicht weit kommen w\u00fcrde.\u201c Sowas sage ich nat\u00fcrlich nicht laut, sondern denke es mir nur still und heimlich. Zum Gl\u00fcck kann ich die Koffer in Hamburg am Flughafen aufgeben und bin ab da nur noch mit meiner Handtasche und der Geige unterwegs. Bis dahin muss ich allerdings noch mindestens einmal umsteigen und mich auf dem Flughafen zurechtfinden, aber das wird schon alles schief gehen ?<\/p>\n<p>Auf bald,<\/p>\n<p>Eure Vivi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die letzten Tage und Wochen habe ich mich nach und nach auf meinen Auslandsaufenthalt vorbereitet. Angefangen\u00a0bei dem Vorbereitungsseminar in Berlin bei einer der Organisatorinnen des Projekts, die selbst schon in Ghana war, bis hin zu dem Schlie\u00dfen der Koffer vor einigen Stunden. 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