{"id":348,"date":"2016-08-22T01:23:25","date_gmt":"2016-08-21T23:23:25","guid":{"rendered":"http:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/?p=348"},"modified":"2016-08-22T01:23:25","modified_gmt":"2016-08-21T23:23:25","slug":"zebra-crossing-oder-auch-wie-deutsche-und-ghanaische-kultur-zusammenwachsen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/zebra-crossing-oder-auch-wie-deutsche-und-ghanaische-kultur-zusammenwachsen-kann\/","title":{"rendered":"Zebra Crossing \u2013 oder auch, wie deutsche und ghanaische Kultur zusammenwachsen kann"},"content":{"rendered":"<p>Warum\u00a0soll europ\u00e4ische und ghanaische Musik nicht kombiniert werden?<\/p>\n<p>Genau das war die Idee unseres letzten Konzertes &#8220;Cebra Crossing&#8221;. Der Anlass des Konzertes war der Besuch unseres Projektleiters Markus und der Operns\u00e4ngerin Anna. Die beiden kamen Ende Juni f\u00fcr zwei Wochen nach Ghana, um mit den Kindern zu proben, Workshops zu geben und letztendlich ein Konzert auf die Beine zu stellen. Bei der St\u00fcckauswahl haben wir versucht, mit Monteverdi, Jenkins und ghanaischem Rap, eine Mischung aus typisch europ\u00e4ischer, afrikanisch angehauchter und ghanaischer Musik zu finden. Durch traditionelle Trommelkl\u00e4nge haben auch Monteverdis Barockst\u00fccke eine andere Farbe bekommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-263\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-01.jpg\" alt=\"2016-08-22-01\" width=\"1180\" height=\"664\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-01.jpg 1180w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-01-670x377.jpg 670w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-01-768x432.jpg 768w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-01-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1180px) 100vw, 1180px\" \/><\/p>\n<p>Die beiden Wochen waren gef\u00fcllt mit vielen musikalischen Stunden, von Dur bis Moll war alles dabei. GeniusHive ist zum Leben erwacht und all die Kl\u00e4nge flogen durch die R\u00e4ume, welches in einem Unterhaltungsprogramm f\u00fcr die Architekten, die im selben Haus arbeiten und sicherlich den einen oder anderen Anwohner endete. Wir haben mit den Kinder f\u00fcr die Konzerte sowohl im Kinderheim als auch in Accra geprobt, wodurch eine Abwechslung vorhanden war. F\u00fcr die Konzertvorbereitungen sind Markus und Anna von Schule zu Schule gegangen und haben mit den Kids aus Nima, Nungua und Kinder Paradise im Orchester geprobt und mit unseren beiden Ch\u00f6ren gesungen. Nach der ersten intensiven Woche mit Anna und Markus stand das erste Konzert an: Orchester, Chor und A-Capella-Gruppe des Kinder Paradise hatten einen Auftritt im Konzert &#8220;Breaking the Myth&#8221;.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-278\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-02.jpg\" alt=\"2016-08-22-02\" width=\"709\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-02.jpg 709w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-02-319x450.jpg 319w\" sizes=\"(max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/p>\n<p>Dieses Konzert wurde von der Second Lady, der Frau des Vizepr\u00e4sidenten von Ghana, organisiert. Mitgewirkt haben neben dem Kinder Paradise noch eine Fl\u00f6ten- und eine Tanzgruppe von der Organisation BASICS international, eine Theatergruppe der Organisation Achievers Ghana und das Pan African Youth Orchestra.<\/p>\n<p><strong><em>BASICS international<\/em><\/strong> ist eine Amerikanische NGO, die den Kindern wichtige Grundlagen, wie Bildung oder Essen, gibt. Ihr Motto ist &#8220;Ending cycles of illiteracy, poverty, hunger and child labour in Ghana permanently&#8221;. Sie wollen gegen Analphabetismus, Kinderarbeit, Armut und Hunger in Ghana arbeiten. Die <strong><em>Achievers in Ghana<\/em><\/strong> helfen jungen Frauen, der hier doch recht verbreiteten Jugendehe zu entkommen. Sie f\u00fchrten ein Theaterst\u00fcck mit folgender Message auf: A women is a strong image of god. Auch wenn diese Aussage, die Frau sei ein starkes Abbild Gottes, vor allem hier in Ghana, riskant ist, finde ich es wirklich sch\u00f6n, dass sich junge Frauen bem\u00fchen, der Gesellschaft ein anderes, und vor allem auch ein besseres und moderneres Frauenbild zu vermitteln. Die letzte Gruppe, das <strong><em>Pan African Youth Orchestra<\/em><\/strong>, ist hier in Ghana sehr bekannt. Es besteht aus einem kleinen Fl\u00f6tenesemble und nat\u00fcrlich der Trommel- und Percussion-Section. Mit seinen traditionellen Instrumenten und Melodien hat es das Publikum mehr als nur begeistert.<\/p>\n<p>Unser Auftritt war gegliedert in zwei Teile. Ein Rezitativ aus der Bibel stellte das Publikum auf unser gemischtes Programm ein. W\u00e4hrend der Psalm vorgetragen wurde, erklang im Hintergrund ein Duo mit Klavier und Geige. Danach begeisterte der Chor die Leute mit dem kraftvollen &#8220;The Lion Sleeps Tonight&#8221;, worauf eine Orchesterversion von &#8220;Bruder Jakob&#8221; folgte. Den Abschluss des ersten Teil bot die A Capella Gruppe mit dem gef\u00fchlvollen &#8220;Who am I&#8221; aus dem Musical Annie. Ebenso bunt war das Programm unserer zweiten H\u00e4lfte mit einer zweiten Bibelrezitation, &#8220;Mary Did You Know&#8221; wurde von der A Capella Gruppe gecovert, das Orchester spielte den T\u00fcrkischen Marsch von Lully und der Chor beendete unseren Auftritt mit dem afrikanischen St\u00fcck Siyahamba \u2013 die Kinder und das Publikum waren fr\u00f6hlich, das Konzert war gelungen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die zweite Woche waren Gesamtproben mit allen Beteiligten angesetzt. Daf\u00fcr kamen die Kinder von Nima, Nungua und Kinderparadise am Donnerstag, Freitag und Samstag nach geniusHive. Zusammen wurde Jenkins, Monteverdi und Lully gespielt und mit traditionellen Trommelrhythmen experimentiert. Nach vielen nervenaufreibenden, aber auch sch\u00f6nen Stunden war es dann am 2. Juli so weit: knapp 100 Musiker standen auf und neben der B\u00fchne. Unser Musikprojekt ist in diesem Jahr so sehr gewachsen, dass nicht mehr alle Sch\u00fcler auf die B\u00fchne passten. Im Publikum sa\u00dfen nicht nur Sch\u00fcler aus der AMIS und der Grater Care Schule in Nima, sondern auch viele Eltern und Lehrer, was uns sehr gefreut hat. Bisher war es immer schwierig, die Eltern davon zu \u00fcberzeugen, dass die Musik nicht vollkommene Zeitverschwendung ist. Nicht nur ghanaisches Publikum hat uns zu geh\u00f6rt, sondern auch deutsches: Vertreter der deutschen Botschaft, die den Gro\u00dfteil des Konzertes gesponsert hat, durften wir ebenfalls begeistern. Doch egal ob gro\u00df, klein, ghanaisch oder deutsch, am Ende gingen alle mit einem L\u00e4cheln nach Hause.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-264\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-04.jpg\" alt=\"2016-08-22-04\" width=\"667\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-04.jpg 667w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-04-300x450.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/p>\n<p>Neben dem Vorbereiten der St\u00fccke gab es auch Zeit, mit Markus unser neues Projekt, die 8-School, anzusehen. F\u00fcr einen Besuch auf dem Makola-Markt hat sich auch noch Zeit gefunden und Anna konnte mit mir in die bunte Welt der Stoffe eintauchen. Gemeinsame Abende mit leckerem Essen und dem ein oder anderen Meeting zur weiteren Planungen haben nat\u00fcrlich auch stattgefunden, denn wo so viele Menschen aufeinander treffen, ist Kommunikation und Planung das A und O.<\/p>\n\n<div class='gallery'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/2016-08-22-03\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1180\" height=\"787\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-03-1180x787.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-03.jpg 1180w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-03-670x447.jpg 670w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-03-768x512.jpg 768w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-03-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1180px) 100vw, 1180px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/2016-08-22-05\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1050\" height=\"700\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-05-e1480288993848.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-05-e1480288993848.jpg 1050w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-05-e1480288993848-670x447.jpg 670w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-05-e1480288993848-768x512.jpg 768w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-05-e1480288993848-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/2016-08-22-06\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1180\" height=\"787\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-06-1180x787.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-06.jpg 1180w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-06-670x447.jpg 670w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-06-768x512.jpg 768w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-06-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1180px) 100vw, 1180px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Die gemeinsame Zeit mit Markus und Anna, die beiden Konzerte, haben f\u00fcr Johannes, Lisa und mich das Ende unserer Zeit hier in Ghana eingeleitet. Bereits zwei Wochen nach dem Konzert verabschiedeten wir uns von Johannes, und auch Lisa und ich sind mittlerweile wieder in Deutschland angekommen. Wir hatten hier eine Zeit mit tollen Sch\u00fclern, super Konzerten, vielen Besuchern, noch mehr Erfahrungen und vor allem unvergesslichen Freundschaften. Wir \u00fcbergeben unsere Arbeit nun an die n\u00e4chsten Freiwilligen. Vielen Dank an dieser Stelle f\u00fcr all die Unterst\u00fctzung, die wir auf verschiedenste Weise bekommen haben!<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe und alles Gute<\/p>\n<p>Sofie<\/p>\n<p>PS: Der Blog wird von den neuen Freiwilligen weitergef\u00fchrt, ich hoffe ihr bleibt dran! \ud83d\ude42<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-267\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-07.jpg\" alt=\"2016-08-22-07\" width=\"1180\" height=\"787\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-07.jpg 1180w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-07-670x447.jpg 670w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-07-768x512.jpg 768w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-08-22-07-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1180px) 100vw, 1180px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum\u00a0soll europ\u00e4ische und ghanaische Musik nicht kombiniert werden? 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