{"id":2196,"date":"2025-07-03T11:16:02","date_gmt":"2025-07-03T09:16:02","guid":{"rendered":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/?p=2196"},"modified":"2025-07-03T11:16:02","modified_gmt":"2025-07-03T09:16:02","slug":"ankunft-und-erste-eindruecke-in-accra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/ankunft-und-erste-eindruecke-in-accra\/","title":{"rendered":"Ankunft und erste Eindr\u00fccke in Accra"},"content":{"rendered":"<p>Hallo! Mein Name ist David und ich lebe nun seit gut einer Woche in der ghanaischen Hauptstadt Accra im Stadtteil Teshie. Es sind erst wenige Tage vergangen und doch ist super viel passiert. Daher m\u00f6chte ich mit Euch meine ersten Eindr\u00fccke in Ausschnitten teilen.<\/p>\n<p>Wir \u00fcberspringen den Flug und beginnen gleich bei der Ankunft am Kotoka International Airport Accra. Ich gebe euch einen Tipp: Vergesst nicht euren Impfpass, wenn ihr nach Ghana reist. Ich durfte gleich nach der Landung einige Diskussionen f\u00fchren und habe schlussendlich doch den K\u00fcrzeren gezogen. F\u00fcr 20 Dollar \u201ekaufe\u201c ich mir einen neuen Impfpass (verhandeln konnte ich leider nicht). Anschlie\u00dfend werde ich in einen kleinen Raum gelotst, in welchem ich zus\u00e4tzlich f\u00fcr die Impfbest\u00e4tigung f\u00fcr eine Gelbfieberimpfung latzen soll. Dass die Impfung Pflicht war f\u00fcr den Erwerb meines Visums, war den Mitarbeiterinnen am Flughafen herzlich egal. Also sitze ich dort und diskutiere weiter, denn ganz ehrlich: So einfach lasse ich mich nicht abzocken. Gl\u00fccklicherweise hatte ich einen Scan der Impfung auf meinem Handy, welche dann mit leichtem Missfallen angenommen wurde. Willkommen in Ghana!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2199\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0030-NEU-670x444.jpg\" alt=\"\" width=\"670\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0030-NEU-670x444.jpg 670w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0030-NEU-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0030-NEU-768x509.jpg 768w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0030-NEU.jpg 1180w\" sizes=\"(max-width: 670px) 100vw, 670px\" \/><\/p>\n<p>Drau\u00dfen empfangen mich Sarah und Katharina. Sie leben seit nun zehn Monaten in Accra und werden mich f\u00fcr eine Woche rumf\u00fchren, bevor sie dann nach Deutschland zur\u00fcckkehren. Wir verbringen den ersten Abend gemeinsam in der WG mit Kennenlernen und Kniffel spielen.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Wenn viel los ist, ist es wie ein kleiner Kampf.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Gleich am n\u00e4chsten Tag (Dienstag) kaufe ich mit Hilfe von Sarah eine SIM-Karte. Anschlie\u00dfend hebe ich ein paar Cedi ab und f\u00fchle mich bestens ausgestattet. Nachmittags fahren wir gemeinsam (Sarah, Katharina und ich) ins <em>Nima Maamobi Community Learning Centre<\/em>, einem der drei Standorte, wo ich unterrichten werde. Es ist eine sch\u00f6ne Kulisse, mit der <em>Kawukudi Central Mosque<\/em> im Hintergrund. Aber viel spannender als das Kennenlernen meiner zuk\u00fcnftigen Sch\u00fcler ist die Busfahrt dorthin. Ich habe gelernt: man muss schnell sein und genau wissen, wo man hinwill. Die Pl\u00e4tze in den kleinen Transportern sind nicht nur sehr begrenzt, sondern auch hei\u00df begehrt. Schon beim Einfahren in die Haltestelle wird die Schiebt\u00fcr, die meistens lose am Auto h\u00e4ngt, aufgerissen und der Ein- und Ausstieg beginnt. Wenn viel los ist, ist es wie ein kleiner Kampf: wer schafft es einen Platz zu ergattern, wer muss auf den n\u00e4chsten Bus warten? Meine erste Busfahrt ist ein Erlebnis. Der Untergrund variiert zwischen Asphalt, Schotter und Erde. Schlagl\u00f6cher sind in jedem Fall vertreten. Die Kulisse wandelt sich und zeigt H\u00fctten, St\u00e4nde, an welchen Obst und Gem\u00fcse, Street Food, Handyh\u00fcllen und T-Shirts verkauft werden, Bauruinen, verm\u00fcllte Bachl\u00e4ufe, kleine Bars und Verk\u00e4ufer:innen die mit Essen und Trinken gef\u00fcllten K\u00f6rben auf ihren K\u00f6pfen umherlaufen. Die Luft riecht nach Abgasen und (verbranntem) M\u00fcll. Wir fahren entlang der Atlantikk\u00fcste ins Stadtzentrum, wo sich das Bild wieder wandelt: Stra\u00dfenb\u00e4ume, hohe Mauern mit dahinterliegenden Anwesen, gro\u00dfe Werbebanner, die an teilweise maroden und schiefen Metallger\u00fcsten h\u00e4ngen, offene Kan\u00e4le, welche parallel zur Stra\u00dfe verlaufen und (moderne) H\u00e4user mit B\u00fcros und Apartments.<\/p>\n<p>Am Mittwoch fahren wir ins Zentrum, zur Probe des National Symphony Orchestra (NSO). Die Probe beginnt offiziell um 10 Uhr. Gegen 11:40 Uhr verlassen wir den Proberaum im <em>National Theatre<\/em> wieder, da weder der Dirigent noch der Gro\u00dfteil der Musiker:innen anwesend sind. Anschlie\u00dfend machen wir einen kurzen Abstecher zu einem Kunst- und Handwerksmarkt. Dort mache ich Bekanntschaft mit einem der lokalen Maler. Leider habe ich seinen Namen vergessen. Allerdings habe ich mir vorgenommen ihn noch einmal zu besuchen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2201\" src=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0028-NEU-670x444.jpg\" alt=\"\" width=\"670\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0028-NEU-670x444.jpg 670w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0028-NEU-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0028-NEU-768x509.jpg 768w, https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_0028-NEU.jpg 1180w\" sizes=\"(max-width: 670px) 100vw, 670px\" \/><\/p>\n<p>Am Nachmittag lerne ich die Sch\u00fcler im <em>Odehe Center<\/em> in Teshie kennen und verbringe viel Zeit mit einem Trompetensch\u00fcler (auch seinen Namen habe ich wieder vergessen, es sind wirklich viele!) und wir machen gute Fortschritte: er im Trompete spielen und Noten lesen und ich im Erkl\u00e4ren. Ich merke allerdings in allen Gespr\u00e4chen, dass das ghanaische Englisch f\u00fcr mich wirklich schwer zu verstehen ist, weshalb ich mir manchmal etwas bl\u00f6d vorkomme, wenn ich dreimal nachfrage. Zum Gl\u00fcck wird es Tag f\u00fcr Tag besser! Abends gehe ich mit Katharina und ihrem Freund Jeffrey etwas trinken. So komme ich in den Genuss von ghanaischem Bier.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Innerhalb k\u00fcrzester Zeit kommt ein starker Wind auf und bl\u00e4st uns Sandk\u00f6rner ins Gesicht, gefolgt von einem dichten Regenschauer und Blitzen am Himmel.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Am Donnerstag lerne ich den dritten Standort kennen \u2013 die <em>Korle Gonno Community Library<\/em>. Wie an den anderen Standorten auch, bekomme ich direkt den Eindruck, dass ich mich hier wohlf\u00fchlen werde. Alle Menschen denen ich hier begegne, sind unheimlich offen und neugierig. Hier werde ich einige Sch\u00fcler:innen am Horn unterrichten k\u00f6nnen, was mich als Hornisten nat\u00fcrlich besonders freut! Dann, wir waren schon auf dem Sprung ein Taxi zu nehmen, verz\u00f6gert sich unser R\u00fcckweg aufgrund eines pl\u00f6tzlichen Wetterumschwungs. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit kommt ein starker Wind auf und bl\u00e4st uns Sandk\u00f6rner ins Gesicht, gefolgt von einem dichten Regenschauer und Blitzen am Himmel. So sind wir f\u00fcr eine Weile in den R\u00e4umlichkeiten der Library gefangen. In der Zeit lerne ich eine andere Version von Mensch-\u00c4rgere-Dich-Nicht kennen. Am sp\u00e4teren Abend, wir sind wieder zur\u00fcck in Teshie, gehe ich mit Katharina und Jeffrey in eine Bar und lerne dort meinen ghanaischen Namensvetter David kennen. Wir tauschen Nummern aus, schreiben und treffen uns: Am Freitag gehen wir zu einem Fu\u00dfballspiel (ggfs. werde ich darauf in einem anderen Blog n\u00e4her eingehen), am Samstag treffen wir uns zum Volleyballspielen am Strand und spielen anschlie\u00dfend Karten in der Bar <em>Next Door Beach<\/em>.<\/p>\n<p>Am Sonntag verabschiede ich Sarah und Katharina am Flughafen. Sie kehren nach Deutschland zur\u00fcck. Freunde, Sch\u00fcler und auch Eltern sind mitgekommen, um sich ebenfalls von den beiden zu verabschieden. Jetzt bin ich erstmal allein in der WG und versuche mich irgendwie zurechtzufinden und mir meinen Alltag aufzubauen.<\/p>\n<p>Es sind viele Menschen, die ich kennengelernt habe, viele neue Eindr\u00fccke, die ich sammeln konnte und viel, was ich hier weggelassen habe. Dennoch hoffe ich, dass ich einen guten \u00dcberblick \u00fcber meine erste Woche geben konnte. In den kommenden Blogs werde ich einzelne Aspekte aus meinem Alltag hervorheben und n\u00e4her beschreiben. Da w\u00e4ren zum Beispiel das Essen und wie ich als Veganer damit umgehe, das erste Mal allein Unterrichten und Busfahren oder ob und wie ich mit meinem Dauerfeind fertig werde \u2013 den Moskitos.<\/p>\n<p>Gru\u00df, David<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo! Mein Name ist David und ich lebe nun seit gut einer Woche in der ghanaischen Hauptstadt Accra im Stadtteil Teshie. Es sind erst wenige Tage vergangen und doch ist super viel passiert. Daher m\u00f6chte ich mit Euch meine ersten Eindr\u00fccke in Ausschnitten teilen. Wir \u00fcberspringen &hellip; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/ankunft-und-erste-eindruecke-in-accra\/\" class=\"more-link\"><span class=\"morelink-icon\">Read more<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":62,"featured_media":2197,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,3],"tags":[],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"2.12.2","language":"gb","enabled_languages":["de","gb"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"gb":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2196"}],"collection":[{"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/62"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2196"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2206,"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2196\/revisions\/2206"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2197"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}