{"id":155,"date":"2015-11-24T15:44:18","date_gmt":"2015-11-24T13:44:18","guid":{"rendered":"http:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/?p=155"},"modified":"2019-04-09T12:51:57","modified_gmt":"2019-04-09T10:51:57","slug":"sommer-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/accra.musikerohnegrenzen.de\/gb\/sommer-2015\/","title":{"rendered":"Sommer 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach sehr, sehr&nbsp; anstrengenden Wochen, wichtigen Entscheidungen und Weichenstellungen, bin ich nun insgesamt unheimlich froh und erleichtert, weil ich glaube, dass sich unser Projekt auf einem guten &#8211; jetzt noch wesentlich besseren &#8211; Weg befindet. Unser Verein, unser Projekt ist noch relativ jung und neu, und da bleibt es nicht aus, dass man Kurskorrekturen vornehmen muss, Weichen neu stellen muss, auch wenn das manchmal schmerzlich ist. Unser Engagement findet in Ghana sehr viel Zuspruch, viele Schulen sind an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert und wir konnten neue, wichtige Partner \u2013 wie Genius Hive (s.u.)\u2013 gewinnen. Ich freue mich au\u00dferdem sehr auf den Dokumentarfilm, den Gero, Sebastian und Fabian letztes Jahr von unserem Projekt in Ghana gedreht haben. Ich durfte bereits eine erste Fassung den Kindern in Ghana nach unserem zweiten Konzert zeigen und ich bin ganz begl\u00fcckt und dankbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Genius Hive haben wir nun einen neuen Partner \u201ean Bord\u201c. Ich denke, alle bisherigen Freiwilligen werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass diese Entwicklung sehr vielversprechend ist. Genius Hive ist eine ghanaische Musikschule, die sich zum Ziel gesetzt hat, klassische Musik mit hohem Anspruch zu unterrichten und in den n\u00e4chsten Jahren ein afrikanisches Orchester auf mit europ\u00e4ischen Standards vergleichbarem Niveau zu etablieren. Au\u00dferdem will auch Genius Hive vor allem sozial schw\u00e4cher gestellten Kindern zu einer musikalischen Ausbildung verhelfen. In gewisser Weise ist unsere Zusammenarbeit optimal, weil auf der einen Seite Genius Hive wirtschaftlich agieren, d.h. auch reiche Kinder gegen Geld unterrichten (damit die Lehrer bezahlt werden k\u00f6nnen) muss, wir hingegen den anderen Bereich abdecken k\u00f6nnen, d.h. Kinder kostenlos unterrichten, die sich sonst keinen Instrumentalunterricht leisten k\u00f6nnten. Diese Trennungslinie ist ganz klar vereinbart zwischen unseren beiden Organisationen, d.h.: unsere Freiwilligen werden keine Kinder unterrichten, die daf\u00fcr Geld bezahlen. Johannes Probst (unser \u201eaktueller\u201c Freiwillige) unterrichtet nur im Kinder-Paradise, einer von einer Deutschen ins Leben gerufenen und geleiteten NGO, die Stra\u00dfenkinder, Waisen und die wirklich \u00c4rmsten der Armen unterrichtet und unterbringt, und in einer anderen Schule, die eine \u00f6ffentliche Schule ist, also eine, in die Kinder gehen, die nicht mal das geringste Schulgeld bezahlen k\u00f6nnen. Johannes und zuk\u00fcnftige Freiwillige k\u00f6nnen von Genius Hive untergebracht werden und schlafen pro Woche ein\/ zwei N\u00e4chte beim Kinder-Paradise. Alle Unterk\u00fcnfte sind kostenfrei und gut eingerichtet. Julius von Genius Hive k\u00fcmmert sich au\u00dferdem um Visa und um das Wohl der Freiwilligen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider hatten wir auch mit unserem Engagement in Nungua etwas Pech, da die Schulleiterin, die urspr\u00fcnglich unser Projekt mit ins Leben gerufen und unterst\u00fctzt hat, auf eine andere Schule gewechselt ist und ihre Nachfolgerin nicht viel \u00fcbrig hat f\u00fcr unser Projekt. Sie wollte vor allem die R\u00e4umlichkeiten, in denen unsere Freiwilligen untergebracht waren, f\u00fcr andere Zwecke nutzen. Wir haben nun also die vom Verein bezahlte Einrichtung der Wohnung zu Genius Hive gebracht, damit sie dort von unseren Freiwilligen genutzt werden kann. Johannes wird weiterhin nach Nungua fahren und die Kinder weiter unterrichten, die bereits in unserem Projekt waren, allerdings dort keine zus\u00e4tzlichen Kinder mehr aufnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Nima gibt es eigentlich nur Positives zu berichten. Es macht sehr viel Spa\u00df dort, auch der Unterricht unserer ghanaischen Lehrer l\u00e4uft regelm\u00e4\u00dfig und gut und wird von unserer treuen Seele Abdallah gewissenhaft im \u201eattendance book\u201c dokumentiert. Wir haben nun auch engen Kontakt zu einer weiterf\u00fchrenden Schule, wo im Moment drei unserer ehemaligen Orchesterkinder sind und ab September noch mal 4 Kinder hin wechseln werden. Es ist vereinbart, dass auch diese Kinder weiterhin von unseren Freiwilligen in der Library unterrichtet werden. Damit ist ein f\u00fcr mich sehr wichtiges Problem weitestgehend gel\u00f6st, n\u00e4mlich die Fortdauer des Musikunterrichts. F\u00fcr die Schule hat das auch den Vorteil, dass es f\u00fcr die Kinder aus der AMIS \u2013schule einen zus\u00e4tzlichen Anreiz darstellt, eben auf diese Schule zu wechseln. Weitere Schulen in Nima haben nach unserem diesj\u00e4hrigen Konzert Interesse angemeldet, auch in das Projekt aufgenommen zu werden. Ich musste sie aber erst einmal vertr\u00f6sten, weil wir uns nicht \u00fcbernehmen und erst einmal auf die neuen Aufgaben im Kinder-Paradise, etc. konzentrieren wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Konzertprojekt 2015, besser gesagt: unser Musical \u201eMy Fair Lady in Ghana\u201c hat sehr viel Spa\u00df gemacht. Unsere Freiwilligen Fabia, Sibel und Johanna haben sich wirklich gro\u00dfartig ins Zeug gelegt, hervorragende Arbeit geleistet und am Ende haben wir doch tats\u00e4chlich eine &#8211; von uns umgeschriebene &#8211; ghanaische Version des Musicals mit Kost\u00fcmen, Tanz, Schauspiel, Orchester, Chor, Soli, also mit gro\u00dfem Brimborium, auf die B\u00fchne des Goethe-Instituts und dann auf die der katholischen Kirche in Nima gebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr n\u00e4chstes Jahr laufen bereits die Planungen. Die deutsche Botschaft hat signalisiert, uns n\u00e4chstes Jahr wieder f\u00f6rdern zu wollen. Au\u00dferdem habe ich Korkor kennengelernt, eine Art ghanaische Musikagentin, die sehr gut vernetzt und organisiert zu sein scheint. Die Planungen stehen noch ganz am Anfang, deshalb m\u00f6chte ich noch nicht zu viel verraten, aber ich glaube, dass n\u00e4chstes Jahr alles etwas einfacher und gr\u00f6\u00dfer sein wird. Vor allem die Finanzierung wird n\u00e4chstes Jahr bestimmt einfacher. Ich bin aber auch froh, dass unser Vereinskonto dieses Jahr fast keine zus\u00e4tzliche Belastung durch die Konzerte erfahren hat und dass wir Instrumente und Wohnungseinrichtungen sicher und heil nach Genius Hive verfrachten konnten, so dass auch hier keine wesentlichen Verluste entstanden sind. Somit k\u00f6nnen wir auch weiterhin Spendengelder zum allergr\u00f6\u00dften Teil f\u00fcr Instrumentalunterricht und Reparatur der Instrumente nutzen. Trotz zahlreicher Spenden von Instrumenten und Zubeh\u00f6r, l\u00e4sst es sich manchmal nicht vermeiden, z.B. B\u00f6gen oder Saiten zu kaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich freue mich sehr, dass wir mit unseren beiden Freiwilligen Johannes und Sofie ein wirklich tolles Team in Ghana haben; leider kann Sofie erst im Dezember anfangen, weil sie dann erst 18 wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allen bisherigen Freiwilligen, Gerda und Ellen f\u00fcr ihren unerm\u00fcdlichen Einsatz, allen Vereinsmitgliedern, allen Spendern, und allen, die dieses Projekt unterst\u00fctzen, m\u00f6chte ich ganz, ganz herzlich Dank sagen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz herzliche Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nMarkus Baisch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach sehr, sehr&nbsp; anstrengenden Wochen, wichtigen Entscheidungen und Weichenstellungen, bin ich nun insgesamt unheimlich froh und erleichtert, weil ich glaube, dass sich unser Projekt auf einem guten &#8211; jetzt noch wesentlich besseren &#8211; Weg befindet. 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